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Tanzen statt Torkeln - Infos für Jugendliche
Tanzen statt Torkeln -

Kampagne gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen im Karneval 

 

Alkohol macht locker, das stimmt. Aber lohnt es sich, dadurch die Kontrolle zu verlieren? Es ist doch viel schöner, mit allen Sinnen zu genießen und sich nicht durch Alkohol benebeln zu lassen. Locker und gut drauf sein funktioniert auch ohne den Griff zur Flasche.

Warum sollten Jugendliche keinen Alkohol trinken? 

Der Konsum von Alkohol ist nicht zu unterschätzen und hat insbesondere für junge Menschen eine ganze Reihe gefährlicher Nebenwirkungen: 

- Früher Alkoholkonsum ist besonders prägend für das spätere Leben und erhöht das  
  Risiko von Suchterkrankungen deutlich!

- Junge Menschen werden in kurzer Zeit vom Alkohol abhängig, wohingegen sich bei
  Erwachsenen eine Alkoholabhängigkeit oft erst über Jahre hinweg entwickelt

- Kinder und Jugendliche können noch schneller durch Alkohol vergiftet werden als
  Erwachsene; das Enzymsystem zum Abbau des Zellgiftes Alkohol ist bei Jugendlichen
  noch nicht vollständig entwickelt

- Alkohol ist ein Zellgift, das den Körper schädigt und besonders schnell die Leber, die Haut
  und weitere Organe angreift – insbesondere, wenn ein jugendlicher Körper noch nicht voll
  entwickelt ist

- Jugendliche unter Alkoholeinfluss können nicht mehr klar denken und tun vielleicht Dinge,
  die sie sonst niemals tun würden – oft mit fatalen Konsequenzen

- Jugendliche unter Alkoholeinfluss werden leicht zu Opfern, wenn sie Situationen falsch
  einschätzen

 
Betrunken sein bedeutet nicht, cool zu sein! Im Gegenteil: Gute Laune geht auch mit klarem Kopf. Dass Feiern auch ohne Alkohol funktioniert, zeigen unsere Rezepte für leckere alkoholfreie Cocktails!
 
Tanzen statt Torkeln - Infos für Eltern, Verwandte, Freunde...

Aufklärung und Prävention 

Klären Sie Ihr Kind altersgerecht und sachlich über die akuten und langfristigen Gefahren von Alkohol auf! Seien Sie dabei selbst Vorbild und zeigen Sie, wie ein genussvoller, maßvoller Umgang mit Alkohol aussieht.

Nehmen Sie Ihr Kind ernst und schaffen Sie eine Vertrauensbasis – denn so kann Ihr Kind Ihnen seine Probleme und unangenehme Erlebnisse anvertrauen.

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Alkohol keine Probleme löst, sondern sie verstärkt und neue schafft! 
 
Bewahren Sie einen kühlen Kopf, wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind Alkohol getrunken hat. Es ist normal, wenn Jugendliche früher oder später Alkohol ausprobieren.

Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass Ihr Kind nicht nur probiert, sondern regelmäßig und ausgiebig alkoholische Getränke konsumiert, nutzen Sie die örtlichen Beratungsangebote.

Halten Sie sich vor allem an das Jugendschutzgesetz! Es hilft Ihnen, auch zu Hause klare Regeln aufzustellen.

Auszug aus dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) 

§ 9 Alkoholische Getränke
(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen
1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein
in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche,
2. andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.
 
Tanzen statt Torkeln - Infos für den Einzelhandel
Gefährlicher Trend - "Komasaufen"
 
Saufen bis der Arzt kommt – das ist das Ziel vieler Jugendlicher, wenn sie zum Feiern losziehen. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen mit schwerer Alkoholvergiftung bundesweit mehr als vervierfacht, von 9.500 im Jahr 2000 auf 40.000 im Jahr 2011.

Dass das sogenannte „Komasaufen“ bei Jugendlichen leider nach wie vor im Trend liegt, belegt die aktuelle Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):  
Jeder fünfte Jugendliche betrinkt sich mindestens ein Mal im Monat mit mindestens fünf oder mehr Gläsern Alkohol.

Deshalb richtet sich die Kampagne „Tanzen statt Torkeln“ vor allem an Erwachsene – an die Verkäufer im Supermarkt oder im Büdchen an der Ecke, an Eltern, Erzieher und Betreuer.
 
Alle Infos im Netz: http://www.tanzen-statt-torkeln.de/
Alle Informationen zur gemeinsamen Kampagne des Rheinisch-Bergischen Kreises, der wupsi und der RVK "Tanzen statt Torkeln" sind über http://www.tanzen-statt-torkeln.de/abrufbar.

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