wupsi erhält Förderzusage des Bundes für Maßnahmen zur Stärkung des ÖPNV.

Förderprogramm unterstützt Projekte, die durch ein attraktives Mobilitätsangebot nachhaltig die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich reduzieren.

Die wupsi hat eine Zusage des Bundes über 9,5 Millionen Euro Fördergelder zur Umsetzung von innovativen Mobilitätsprojekten zur Stärkung des ÖPNV erhalten. Das Förderprogramm unterstützt Projekte, die durch ein attraktives Mobilitätsangebot nachhaltig die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich reduzieren. Mehr als 160 Projekte hatten sich bundesweit auf die Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beworben, das Projekt der wupsi wurde als eines der 12 Projekte ausgewählt, die bis Ende 2024 finanziell unterstützt werden sollen. Die Förderquote liegt bei 80 Prozent.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt die Zusage erhalten hat. Dies zeigt, dass unser umfassender Ansatz der Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsträger vom BMVI anerkannt und gewürdigt wird“, sagt Frank Nettesheim, Prokurist der wupsi. Das sei auch als Bestätigung für bereits umgesetzte Bausteine wie wupsiRad, wupsiCar oder die wupsiApp zu werten.

Die erfolgreich eingereichte Projektskizze enthält verschiedene Bausteine, die im Bediengebiet der wupsi in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis in den kommenden Jahren mithilfe der Bundesförderung umgesetzt werden sollen. So soll das Schnellbussystem in Leverkusen gemäß den Ergebnissen des „Mobilitätskonzeptes 2030+“ weiter ausgebaut und der Takt verdichtet werden, um weitere Anreize zu schaffen, das Auto stehen zu lassen und auf den ÖPNV umzusteigen.

Darüber hinaus soll in der Gemeinde Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis und in den Leverkusener Stadtteilen Opladen, Quettingen, Lützenkirchen und dem ländlichen Bereich von Steinbüchel ein On-Demand-System eingeführt werden. On-Demand-Verkehre („on demand“ = „auf Abruf“) sind Verkehre mit flexiblen elektrischen Kleinbussen, die auf Bestellung verkehren und das vorhandene ÖPNV-Angebot sinnvoll ergänzen sollen. Dabei wird auf einen festen Fahrplan und eine feste Fahrtroute verzichtet, wodurch eine größtmögliche Flexibilität gewährleistet wird. Die Fahrten werden durch einzelne Nutzeranfragen individuell zusammengestellt und passende Fahrtwünsche werden über eine Software gebündelt.

Zudem ist die Weiterentwicklung der wupsiApp geplant. Sie soll zukünftig alle Mobilitätsangebote in der Region verkehrsträgerübergreifend bündeln und einheitlich buchbar machen.

Basis für die Antragstellung durch die wupsi waren Beschlüsse in den politischen Gremien der Stadt Leverkusen und des Rheinisch-Bergischen Kreises im Frühjahr 2021 zur Einreichung entsprechender Projektskizzen. Nach Klärung weiterer Details mit dem Fördergeber einerseits sowie mit der Stadt Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis als Aufgabenträger für den ÖPNV andererseits sollen erste Maßnahmen bereits im Jahr 2022 umgesetzt werden.